Presseinformation

29.11.2017

Waldmops hat Operation gut überstanden

Schön, dass er wieder da ist, der Kleine. Dank der wärmenden Decke hat er die Fahrt von Schöneiche auch ohne Unterkühlung überstanden.

Einen sonnigen Tag im September wird das Waldmopsrudel zwischen Humboldthain und Johanniskirche so schnell nicht vergessen. Nach wildem Toben zog sich ein Rudelmitglied auf die Wiese zurück, um sich zu entspannen. Und da passierte das Unglück – die linke Geweihschaufel fiel ab und blieb neben dem verletzten Waldmops liegen. Da zu diesem Zeitpunkt niemand den kleinen Racker im Blick hatte, kann über den Unfallhergang nur spekuliert werden. Fest steht aber, dass das Gehörn nicht eigenständig nachwuchs und der besonderen Spezies fachmännische erste Hilfe geleistet werden musste. Thomas Seiler, Spezialist für solche Notfälle war zur Stelle und verbrachte den verletzten Waldmops in seine Behandlungsräume in der Bildgießerei in Schöneiche bei Berlin.

Die Operation verlief so erfolgreich, dass der liegende Waldmops nach wenigen Wochen heute Vormittag wieder wohl genesen in sein Revier ausgewildert werden konnte. Und da die chirurgischen Fähigkeiten des Bildgießers von anerkannter Qualität sind, wurde ihm gleich der nächste Patient übergeben. Dank eines aufmerksamen Anwohners wurde ein auf dem Rücken liegender Waldmops in der Neustädtischen Heidestraße ausfindig gemacht, der durch einen bisher ungeklärten Zwischenfall vermutlich am vergangenen Wochenende seine rechte Vorderpfote verlor. Auch diese lag - Gott sei Dank - im Laubbett unmittelbar neben dem verletzten Tierchen, wurde von der Tochter des aufmerksamen Anwohners in einer Erste Hilfe Aktion gesichert, der Kulturverwaltung übergeben und wartet nun an eine hoffentlich wieder so erfolgreiche Operation wie beim ersten Artgenossen.

Die Mitarbeiter der Kulturverwaltung haben sich auf Grund der Vorkommnisse schwerer Verletzungen dazu entschlossen, alle 22 Rudelmitglieder einer genaueren Sichtkontrolle zu unterziehen, um eventuell alterungsbedingte Gefahren für das körperliche Wohlbefinden der allgemein beliebten Tiere frühzeitig zu erkennen und präventive Maßnahmen zu ergreifen.