Presseinformation

31.05.2010

Pflegestützpunkt nimmt Arbeit auf

Als neues, umfassendes Hilfeangebot für Pflegebedürftige und deren Angehörige hat in Brandenburg an der Havel ein weiterer Pflegestützpunkt im Land seine Arbeit aufgenommen. Bei dieser Einrichtung, die landesweit die 15. Beratungsstelle ihrer Art ist, kooperiert die AOK Berlin-Brandenburg mit der Stadtverwaltung. Mit Staatssekretär Prof. Dr. Wolfgang Schroeder vom zuständigen Sozialministerium haben Gerlinde König, stellvertretende Vorstandsvorsitzende der AOK Berlin-Brandenburg, und die Oberbürgermeisterin der Havelstadt, Dr. Dietlind Tiemann, die Beratungsstelle am Montag, 31.05.2010, offiziell eröffnet.

 

„Unsere Gesellschaft wird immer älter und das Thema Pflege damit zu einer immer wichtigeren Aufgabe. Um die nicht immer einfache Betreuung des Partners oder eines Angehörigen meistern zu können, sind Information und Beratung für die pflegenden Familien von großer Bedeutung“, sagt die stellvertretende AOK-Vorstandsvorsitzende Gerlinde König. „Bereits seit 2008 stehen wir mit qualifizierten Pflegeberaterinnen und Pflegeberatern unseren brandenburgischen Versicherten mit Rat und Tat zur Seite. In enger Kooperation mit der Stadtverwaltung bieten wir im Pflegestützpunkt Brandenburg an der Havel jetzt eine noch umfassendere und zugleich neutrale Beratung an“, so Gerlinde König.

 

„Es war ein langer Prozess. Wir waren uns einig, dass Beratung aus einer Hand für Angehörige und Betroffene in zunehmenden Maße von besonderer Bedeutung ist, deshalb ist es so wichtig, dass der Pflegestützpunkt heute seine Arbeit aufnehmen kann“, sagt Oberbürgermeisterin Dr. Dietlind Tiemann.

 

In dem Pflegestützpunkt Brandenburg an der Havel, der im städtischen Sozialamt in der Wiener Straße 1 seine Büroräume bezogen hat, arbeiten ein Pflegeberater der AOK Berlin-Brandenburg sowie zwei Sozialberaterinnen der Stadt. Einmal in der Woche sind die Experten rund um das Thema Pflege in der Zweigstelle des Stützpunktes in der Jacobstraße 12 (Büro des Seniorenbeirates) anzutreffen.

 

Bei der Beratung geht es nicht nur um Pflegeleistungen, sondern auch um weitere Hilfen im sozialen Bereich, wie zum Beispiel „Essen auf Rädern“, den altersgerechten Umbau der Wohnung oder um die Vermittlung von Selbsthilfeangeboten für die pflegenden Angehörigen. 

 

Im Land Brandenburg ist in der ersten Phase der Aufbau von Pflegestützpunkten in jedem der 18 Landkreise und kreisfreien Städte geplant. Die Beratungsstelle in der Havelstadt ist die 15. Einrichtung im Land. In Berlin besteht bereits ein Netz von 26 Pflegestützpunkten. 

 

Der Pflegestützpunkt Brandenburg an der Havel, Wiener Straße 1, ist dienstags von 9 bis 12 Uhr und von 13 bis 18 Uhr sowie donnerstags von 7.30 bis 12 Uhr und von 13 bis 15 Uhr geöffnet. Mittwochs von 10 bis 12 Uhr sind die Berater in der Zweigstelle in der Jacobstraße 2 (Büro des Seniorenbeirates) vor Ort.
Telefonisch erreichbar ist der Pflegestützpunkt unter 03381 / 5849-80 und -81. Beratungstermine – zum Beispiel auch für Hausbesuche – sind nach telefonischer Vereinbarung auch außerhalb der Öffnungszeiten möglich.

 

Hintergrund:
In der Region Berlin-Brandenburg leben mehr als 180.000 pflegebedürftige Menschen. Allein im Land Brandenburg beziehen rund 85.000 Menschen Pflege-Leistungen. Die Mehrzahl – rund 56.500 Menschen – werden von der AOK Berlin-Brandenburg als größter Pflegekasse betreut.
In der kreisfreien Stadt Brandenburg an der Havel leben mehr als 2100 Pflegebedürftige*. Drei Viertel der Betroffenen werden dabei zu Hause betreut, knapp ein Viertel in Heimen.

 

*Quelle: Statistischer Bericht „Ambulante und stationäre Pflegeeinrichtungen sowie Empfänger von Pflegeleistungen im Land Brandenburg 2007“, Amt für Statistik Berlin-Brandenburg (erschienen im Dezember 2008).