Warum Klimaschutz?

Vier der zehn wärmsten Jahre seit 1881 liegen im laufenden Jahrzehnt, insgesamt acht in dem kurzen Zeitraum seit der Jahrtausendwende. Nur zwei liegen vor der Jahrtausenwende, nämlich 1934 und 1994.

Noch bleibt die Stadt Brandenburg an der Havel von bedrohlichen Folgewirkungen des Klimawandels verschont. Große Retentionsflächen im Flusssystem der Havel verhindern noch Überflutungen und die ihre günstige Lage in einer gemäßigten Klimazone erspart ihren Bewohnern noch extreme Wetterereignisse, die in anderen Weltregionen große Schäden anrichten. Für die Zukunft ist es keineswegs sicher, dass es dabei bleibt.

Menschengemachte Veränderungen des Weltklimas sind keine Theorie mehr. Sie sind Wirklichkeit. Die zunehmende Anzahl extremer Wetterereignisse, erkennbar zunehmende Temperatur, Sturmfluten, Stürme und Trockenheiten bedrohen uns nicht immer persönlich, stellen aber trotzdem eine Gefahr und eine wirtschaftliche Belastung für die Menschen dar.

Energieverbrauch und Treibhausgase sind die Hauptursache der Veränderungen. Klimaschutz und Energieeffizienz sind daher zentrale Zukunftsaufgaben der Gesellschaft.

Energie kostet auch Geld und zwar sehr viel Geld. Alle Bürger unserer Stadt wenden zusammen geschätzt 200 Mio. € für den Einkauf von Energie auf - Wärme für die Wohnung, Strom für das Licht und Benzin für das Auto - ungefähr 1/6 der Einkommenssumme aller Brandenburger. Zusätzlich wird sehr viel "graue Energie" genutzt, die in allen Produkten für deren Herstellung "enthalten" ist. Sie ist im genannten Betrag noch nicht eingerechnet.

Energiesparen und Emissionen vermeiden ist daher in jedermanns ureigenen Interesse. Wie das im einzelnen funktionieren kann, dazu möchte diese Seite zukünftig einen Diskussionsbeitrag liefern.

Das Klimaschutz- und Energiekonzept wurde seit Dezember 2015 erarbeitet und im März 2017 beschlossen. Bürgerinnen und Bürger können das Konzept online einsehen. Weitere Anregungen und Vorschläge können Sie per E-Mail unter Klima(at)Stadt-Brandenburg.de mitteilen.